Neue Mitte Niederzier
Bis heute fehlt der Gemeinde Niederzier seit ihrer Gründung anlässlich der kommunalen Neugliederung im Jahre 1972 im Kerngebiet ein Nahversorgungszentrum. Um diese Lücke zu schließen wird ab Frühjahr 2010 mit der Verwirklichung des Projektes "Neue Mitte Niederzier" begonnen. Auf einer Fläche von rd. 12 ha entsteht ein moderner Wohn- und Gewerbepark, der zum einen das Fehlen eines Zentrums der Nahversorgung in der östlichen Achse der Gemeinde mit den Ortschaften Hambach, Niederzier, Oberzier und Ellen abdecken und zum anderen das Zusammenwachsen der Siedlungsschwerpunkte Niederzier und Oberzier fördern soll.
In dem Plangebiet sind neben rd. 65 Wohnbaugrundstücken für diverse Wohnbauformen ein dreistöckiges Einzelhandels- und Dienstleistungszentrum sowie ein zentraler Platz mit hoher Aufenthaltsqualität geplant. Darüber hinaus werden im östlichen Bereich des Plangebietes einige Gewerbegrundstücke entstehen, die als Erweiterung des bestehenden Kleingewerbegebietes "Forstweg" zur Verfügung stehen werden.
Die Gemeinde führt die städtebauliche Entwicklung gemeinsam mit der RWE Power AG, Köln, durch. Eine weitere Unterstützung erfährt das Projekt durch die Entwicklungsgesellschaft indeland GmbH, die die Interessen verschiedener Kommunen in der Region bündelt. Die "Neue Mitte Niederzier" gilt als Pilotprojekt im Indeland und lässt durch die anstehenden Tief- und Hochbauten Bauaufträge für die Region in einer Gesamtsumme von ca. 35 Millionen Euro erwarten.
Die Vermarktung und Verwertung des Dienstleistungs- und Versorgungsbereiches wurden an einen Investor übertragen. Es wird erwartet, dass in dem zentralen Versorgungs- und Dienstleistungsbereich ca. 150 neue Arbeitsplätze geschaffen werden.
Das neue Wohn-, Gewerbe- und Einkaufszentrum "Neue Mitte Niederzier" soll beispielhaft für eine moderne Flächenentwicklung sein und maßgeblich zur städtebaulichen Entwicklung in der Region Düren beitragen.
Aktuelles zur neuen Mitte
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Fachmarktzentrum "Neue Mitte Niederzier" eröffnet |
Baudezernent Hans Martin Steins in Vertretung für den erkrankten Landrat und als Geschäftsführer der Entwicklungsgesellschaft indeland GmbH hob hervor, dass mit dem Projekt ein richtungsweisendes Vorhaben im indeland realisiert wurde, das seinesgleichen sucht. Hier hat die regionale Zusammenarbeit im indeland im Verbund mit dem verlässlichen Partner RWE, der Investorengruppe Schlun / TenBrinke, den Projektentwicklern, den Planern und Bauunternehmen beispielhaft und erfolgreich funktioniert. Indeland sagt der Gemeinde Niederzier "Herzlichen Glückwunsch".
"Das neue Wohn-, Gewerbe- und Einkaufszentrum "Neue Mitte" in Niederzier steht beispielhaft für eine moderne Flächenentwicklung im ländlichen Raum und trägt maßgeblich zur städtebaulichen Entwicklung der Region bei", betonte Alois Herbst, Leiter der Liegenschaften bei RWE Power. Das Konzept verbindet dabei auf idealer Weise die Bereiche Wohnen, Arbeiten und Einkaufen miteinander. Für die Erschließung des 12 Hektar großen Geländes investierte RWE Power über vier Millionen Euro. Neben dem Fachmarktzentrum konnten bereits rund55 von mehr als 70 Wohnbaugrundstücken erschlossen und 30 Grundstücke bereits an bauwillige Interessenten verkauft werden. "Das neue Projekt wird zukünftig die Lücke zwischen den Ortschaften Niederzier und Oberzier schließen. Darüber hinaus schafft die "Neue Mitte" für die Gemeinde und ihre Bürger sowie die Umgebung ein ausgezeichnetes Grund- und Nahversorgungsangebot", freute sich der Bürgermeister. Zurzeit konzentrieren sich die Bauarbeiten auf die Errichtung des Dorfplatzes, der die Verbindung zwischen Einkaufszentrum und Wohngebiet herstellt und auf dem zukünftig auch ein Wochenmarkt abgehalten werden soll.
Doch auch in wirtschaftlicher Hinsicht ist das gesamte Bauvorhaben für die ortsansässigen Unternehmen interessant. Aus der Gesamtmaßnahme und der damit verbundenen Bautätigkeit werden Aufträge in Höhe von rund 35 Millionen Euro an Firmen im Umland erwartet. Damit trägt das Projekt bereits in der Bauphase zur Steigerung der Wirtschaftskraft in der Region bei. Mit der "Neuen Mitte Niederzier" ist aber noch ein weiteres Indeland-Vorhaben eng verbunden. Unter der Zielsetzung "energieeffizientes Bauen" soll ein CO²-armes Wohngebiet entstehen, bei dem zum Beispiel auf eine Versorgung mit Erdgas verzichtet wird. Die Beheizung der Häuser sollen moderne Wärmepumpen übernehmen. Jeder Bauherr, der sich für solch ein Heizungssystem entscheidet erhält einen Förderzuschuss von der Gemeinde Niederzier und RWE Power. Damit ist auch eine unabhängige Energieberatung verbunden, so dass der Bauherr bereits vor Beginn der Bauphase die in seine Planungen einfließen lassen kann.



