Haushalt 2011
Allgemeines
Einführung des NKF und der Doppik zum 1. Januar 2009
Ziel erreicht:
Seit dem 1. Januar 2009 wird in der Gemeindeverwaltung Niederzier doppisch gebucht. Damit sind die Vorgaben der Landesregierung aus dem November 2004 auch in Niederzier erreicht: Die Einführung des Neuen Kommunalen Finanzmanagements mit der Umstellung der Buchhaltung von der Kameralistik auf das System der doppelten Buchführung ab dem Haushaltsjahr 2009.
Was bedeutet das NKF für die Bürgerinnen und Bürger?
In erster Linie soll die Transparenz des gemeindlichen Haushaltes verbessert werden. D. h. die Leistungen der Gemeindeverwaltung für die Bürger werden im NKF über Produkte dargestellt. Schulen und Kindergärten, Jugendarbeit und Soziale Dienste, Infrastruktur und Umwelt sind zentrale Produkte in denen sich die Dienstleistungen der Gemeindeverwaltung widerspiegeln. Diese Produkte werden einheitlich nach den Aufwandsschwerpunkten Personal, Versorgungsaufwendungen, Sach- und Dienstleistungen, Transferaufwendungen und Bilanzielle Abschreibungen strukturiert.
Hierdurch wird der Schwerpunkt des gemeindlichen Handelns sichtbar. Zum Beispiel werden gesondert aufgeführt, die jährlichen Aufwendungen für Infrastruktur im Ergebnisbericht einerseits und die zukünftigen Investitionen im Finanzbericht andererseits. Auch Vergleiche der NRW-einheitlichen Produkte mit anderen Kommunen sind durch die neuen Strukturen leicht herstellbar.
Darüber hinaus werden erstmalig das gemeindliche Vermögen und die Schulden in einer Bilanz dargestellt. Erfolg und Misserfolg des politischen Handelns werden - soweit möglich in Zahlen ausgedrückt - und sind somit für jeden Bürger unmittelbar zu ermitteln.
Was bedeutet die Einführung der Doppik für die Politik?
Die Auswirkungen des politischen Handelns auf die gemeindliche Vermögens- und Schuldensituation wird durch das NKF mit Hilfe der Buchhaltung eindeutig messbar. Gemeint ist damit, dass Überschüsse und Fehlbeträge als Ergebnis der gemeindlichen Haushaltswirtschaft sich als Verbesserung bzw. als Verschlechterung auf das Eigenkapital der Gemeinde auswirken. Dies ist für alle politisch Verantwortliche leicht nachvollziehbar und somit steuerbar.
Auch wenn eine Kommune nicht "pleite" gehen kann, so könnte sie doch durch eine Verschlechterung ihres Eigenkapitals ihre Budgethoheit verlieren. Hier ist die Politik gefordert. Durch strategische Zielvorgaben kann sie den produktorientierten Haushalt steuern. D. h. zum Beispiel, wenn die Politik sich verstärkt für Kinderbetreuung und Jugendarbeit einsetzen will, so ist der Umfang des politischen Willens und seine Zielerreichung über die entsprechenden Produkte darstellbar.
Was bedeutet die neue Gesetzgebung für die Verwaltung?
Viel Arbeit, Umdenken, Änderung von Organisation und Abläufen und die neuen Ziele des NKF auch zu verinnerlichen, sind die Forderungen an alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Gemeindeverwaltung. Dies bedeutet für jeden Einzelnen ein hohes Maß an arbeitsmäßiger Belastung und eine Veränderungsbereitschaft die Neuerungen des NKF auch anzunehmen.
Fazit
Für alle interessierten Bürgerinnen und Bürger bietet das NKF eine Vielzahl von strukturierten und überschaubaren Informationen. Für die Politiker bedeutet das NKF eine Verbesserung ihrer Steuerungsmöglichkeiten durch Zielvorgaben. Für die Beschäftigten der Verwaltung steht das NKF im Zusammenhang mit zusätzlichen Aufgaben, die im täglichen Arbeitsablauf einzubinden sind. Für alle Beteiligten bedeutet NKF ein Angebot des Gesetzgebers, Erwartungen und Mitarbeit an den Zielen des Gemeinwohls grundlegend zu überdenken und neu auszurichten.
Vorbericht
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Vorbericht zum Haushaltsplan 2011
Hier gelangen Sie zum Vorbericht über den Haushaltsplan 2011


